Die Zusammenarbeit mehrerer Atemschutzgeräteträger sowie der Umgang mit dem dazu benötigten Gerät, war die Thematik eines gemeinsamen Atemschutzseminars das durch die Freiwillige Feuerwehr Groß Boden am vergangenen Samstag durchgeführt wurde. An der Übung nahmen 20 Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren Groß Boden, Stubben, Schürensöhlen, Steinhorst, Siebenbäumen und des Technischen Hilfswerks (THW) Ortsverein Bad Oldesloe, sowie diverse Helfer beider Einheiten zur Unterstützung der Atemschutzgeräteträger teil. „Das Atemschutzseminar wurde im vergangenen Jahr erstmals ins Leben gerufen und aufgrund zahlreicher Nachfragen in diesem Jahr erneut durchgeführt“, sagte der Atemschutzgerätewart der Feuerwehr Groß Boden und Organisator Arne Mundt. Begonnen hatte das Seminar mit einem Theorieteil, in dem die Grundlegenden Sachen für Atemschutzgeräteträger wie Einsatzschutzbekleidung, Gerätekurzprüfungen, Vorgehen im Brandeinsatz sowie die systematische Raumabsuche durchgesprochen wurde. „Im Anschluss standen zwei Stationsausbildungen auf dem Programm, in denen die richtige Handhabung eines Hohlstrahlrohres geübt wurde sowie das Suchen von Personen in einem verqualmten Raum“, so Arne Mundt. Doch das große Highlight an dem Seminar war die nachfolgende Einsatzübung. Hierfür stellte Groß Bodens Wehrführer Klaus-Dieter Mundt seinen Bauernhof zur Verfügung. „Wir spielen hier die Lage ein, dass es nach einer Staubexplosion im Silo zu einem Feuer gekommen ist und mehrere Personen vermisst sind“. Die Atemschutzgeräteträger rüsteten sich sofort aus, und meldeten sich bei der Atemschutzüberwachung. „Dieses Seminar nutzen wir an erster Stelle um die Zusammenarbeit der einzeln Wehren zu verbessern“, berichtet Amtswehrführer des Amtes Sandesneben/Nusse Dieter Stamer, der zusammen mit seinem Stellvertreter Volker Bockholt sich die Übung anschaute. Das dieses Atemschutz-seminar nicht das letzte wahr, steht schon jetzt fest. „Wir müssen uns dringend um neue Atemschutzgeräteträger im Amt bemühen, weil auch in den n nächsten Jahren viele alte Kameraden das tragen von Atemschutz im Einsatzfall aus Altersgründen aufgeben müssen“. Die 20 Atemschutzgeräteträger von Feuerwehr und THW arbeiteten Hand in Hand das Einsatzgeschehen zügig ab. Hierbei retten sie sechs Personen über verschiedene Rettungsmittel aus dem verqualmten Bauernhof, sowie aus einem gefüllten Silotank. Die geretteten Personen wurden wie im Realfall einer Rettungswagenbesatzung des ASB Bad Oldesloe zur weiteren Behandlung übergeben. „Trotz erschwerter Arbeitsbedingungen durch das cirka 15 kg wiegende Atemschutzgerät, das im Laufe der Übung ja auch nicht leichter wurde, arbeiteten alle Helfer hoch motiviert und professionell bis zum Schluss“, sagte Groß Bodens Wehrführer Klaus-Dieter Mundt. „Natürlich stellten wir auch einige Fehler bei der Übung fest, aber diese werden wir versuchen in den kommenden Diensten abzustellen“. Die Nachsprechung verlief bei einem gemeinsamen Mittagessen das durch den Versorgungszuges des ASB Stormarn spendiert wurde kurz und bündig ab.

Fotos: Christian Nimtz/Tim Oesau
Text: Christian Nimtz

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Hochzeit Übungsdienst 1.11.2007 - Atemschutz